Spotify Memberships starten in Deutschland, Podcaster behalten 90 Prozent

Smartphone mit abstrakter Audio-App und Abo-Karte auf einem Schreibtisch neben Podcast-Mikrofon und Kopfhörern

Das Wichtigste in Kürze

  • Spotify hat am 20. Oktober 2026 bezahlte Podcast-Mitgliedschaften in 34 Märkten gestartet, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.
  • Creator behalten laut Spotify 90 Prozent der Membership-Einnahmen vor Steuern, die 10 Prozent Gebühr deckt auch Zahlungs- und Auszahlungskosten ab.
  • Teilnehmen können Shows auf Spotify for Creators oder Megaphone mit mindestens drei Episoden, 100 Hörern und 100 Stunden Wiedergabe in 30 Tagen.
  • Laut Engadget entspricht der Umsatzanteil der Standardgebühr von Patreon, gegen das Spotify damit direkt antritt.

Spotify hat am Dienstag, 20. Oktober 2026, Spotify Memberships gestartet, bezahlte Mitgliedschaften, mit denen Podcaster ihre Fans direkt zur Kasse bitten können. Laut Spotifys Newsroom läuft die Funktion schrittweise in 34 Märkten an, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Creator behalten 90 Prozent der Einnahmen aus den Mitgliedschaften.

Was bieten Spotify Memberships?

Mit Spotify Memberships legen Podcaster selbst fest, was zahlende Fans bekommen und was es kostet. Laut Spotify sind das zum Beispiel exklusive Audio- und Videoinhalte, Bonusfolgen, weniger oder keine Werbung, früherer Zugang zu neuen Episoden und der Zugriff auf das Archiv einer Show. Die Vorteile lassen sich auf mehrere Preisstufen verteilen. Laut der deutschen Pressemitteilung von Spotify gibt es die Mitgliedschaften als Monats- oder Jahresabo. Konkrete Preise nennt Spotify nicht, die bestimmen die Creator.

Fans finden das Angebot auf der Spotify-Seite des Podcasts und schließen dort auch ab. Das funktioniert laut Spotify mit einem kostenlosen Konto genauso wie mit Premium. Für Creator gibt es gezielte Werbeaktionen, kostenlose Testzeiträume, Auswertungen dazu, was zu Abschlüssen führt, und exportierbare Mitgliederdaten. Kontaktdaten sind darin aber nur enthalten, wenn Fans sie freiwillig teilen.

Wer kann Spotify Memberships nutzen?

Zugelassen sind nur Shows, die über Spotify for Creators oder Megaphone gehostet werden und Mindestwerte erreichen. Spotify nennt diese Voraussetzungen:

  • mindestens drei veröffentlichte Episoden,
  • mindestens 100 Hörer oder Zuschauer auf Spotify,
  • mindestens 100 Stunden Wiedergabezeit auf Spotify in den vergangenen 30 Tagen.

Angekündigt hatte Spotify die Mitgliedschaften schon im Mai 2026 auf seinem Investor Day. Wie Engadget berichtet, kommt das Programm zum 2024 eingeführten Partner Program hinzu, über das Spotify Werbeeinnahmen mit Creatorn teilt. Zu den ersten Shows zählen laut Spotify unter anderem „Making Sense with Sam Harris“ und „The Shawn Ryan Show“.

Was steckt hinter den 90 Prozent?

Von den Einnahmen aus Spotify Memberships gehen 90 Prozent an die Creator, 10 Prozent behält Spotify. In der deutschen Pressemitteilung heißt es, dass die 90 Prozent vor Steuern gelten. Die Plattformgebühr von 10 Prozent soll Zahlungsabwicklung, Währungsumrechnung und Auszahlungsgebühren abdecken. Engadget ordnet ein, dass die Standardgebühr von Patreon ebenfalls bei 10 Prozent liegt. Spotify tritt damit direkt gegen Patreon und die Kanalmitgliedschaften von YouTube an.

Was das für Creator bedeutet

Für dich als Creator ist Spotify Memberships vor allem ein neuer Vergleichswert. Ein großer Anbieter verlangt für Fan-Abos 10 Prozent und rechnet die Zahlungsgebühren nach eigenen Angaben mit ein. An dieser Zahl müssen sich alle Abo-Plattformen messen lassen. Wenn du auf OnlyFans, Fansly oder Fanvue verkaufst, lohnt sich ein Blick in die aktuellen Bedingungen deiner Plattform. Wichtig ist, was nach allen Abzügen tatsächlich bei dir ankommt.

Unmittelbar ersetzen kann Spotify die Adult-Plattformen aber nicht. Das Programm ist auf Podcasts zugeschnitten und an Hosting über Spotify for Creators oder Megaphone gebunden. Für Creator mit Podcast, Talk-Format oder Coaching-Inhalten könnte es dagegen eine weitere Einnahmequelle sein. Dass bekannte Namen zunehmend eigene Abo-Modelle aufbauen, zeigt auch der Fall Megan Fox bei Subs.com. Wie sich Umsatzanteile und Auszahlungen steuerlich auswirken, klärst du am besten mit einer Steuerberatung.

Häufige Fragen

Sind Spotify Memberships in Deutschland verfügbar?

Ja. Laut der deutschen Pressemitteilung von Spotify starten Memberships seit dem 20. Oktober 2026 schrittweise in 34 Märkten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Es kann also sein, dass die Funktion noch nicht sofort bei jeder Show oder in jedem Konto auftaucht.

Wie viel Geld behalten Creator bei Spotify Memberships?

Creator behalten 90 Prozent der Einnahmen aus Mitgliedschaften, und zwar vor Steuern. Spotify behält 10 Prozent. Diese Gebühr soll laut Spotify Zahlungsabwicklung, Währungsumrechnung und Auszahlungsgebühren abdecken. Die Preise für ihre Mitgliedschaften legen die Creator selbst fest.

Welche Voraussetzungen gelten für Spotify Memberships?

Die Show muss über Spotify for Creators oder Megaphone gehostet werden. Außerdem braucht sie mindestens drei veröffentlichte Episoden, 100 Hörer oder Zuschauer und 100 Stunden Wiedergabezeit auf Spotify in den vergangenen 30 Tagen. Erst dann kann der Podcast eine bezahlte Mitgliedschaft anbieten.

Brauchen Fans Spotify Premium für eine Mitgliedschaft?

Nein. Laut Spotify sehen sowohl Nutzer mit kostenlosem Konto als auch Premium-Nutzer die Membership-Angebote auf der Spotify-Seite der Show und können sie dort abschließen. Mitglieder bekommen dann die Inhalte, die der Creator festlegt, etwa Bonusfolgen, weniger Werbung oder früheren Zugang zu neuen Episoden.

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